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Ratgeber · Risiko

Welche Häuser sind für Einbrecher interessant – und wie senken Sie Ihr Risiko?

Einbrecher suchen nicht das reichste Haus, sondern das mit dem geringsten Widerstand: schnell zu erreichen, schlecht einsehbar, erkennbar unbewohnt, mit Standardfenstern. Laut KFN-Aktenanalyse betrafen 67 % der Taten Mehrfamilienhäuser und 27 % Einfamilienhäuser; die Einstiegswege unterscheiden sich deutlich – Wohnungstür hier, Terrassentür dort.

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Einstiegswege nach Gebäudetyp

GebäudetypEinstiegswegAnteil
EinfamilienhausFenstertüren (Terrasse/Balkon)49,8 %
EinfamilienhausFenster27,4 %
EinfamilienhausHaustür18,3 %
MehrfamilienhausWohnungseingangstür52,3 %
MehrfamilienhausFenstertüren29,7 %
MehrfamilienhausFenster17,9 %

Quelle: Polizei Köln, Kölner Studie 2017 (Fassung 2019); abgerufen 26.10.2026.

Was ein Objekt attraktiv macht

FaktorErhöht das RisikoSenkt das Risiko
LageEcklage, Randlage, nahe Ausfallstraße/Autobahn, FluchtwegeSackgasse, Nachbarn mit Blick aufs Haus
Einsehbarkeithohe Hecken, dunkle Gartenseite, Garagen als SichtschutzBeleuchtung, freie Sicht, Bewegungsmelder
SicherungsgradStandardbeschläge, alte Fenster, Türen ohne Schutzbeschlagsichtbar gesicherte Fenster/Türen (RC2), Plakette, Kamera
Bewohnt?voller Briefkasten, dauerhaft geschlossene Rollläden, dunkle Fenster, Social-Media-UrlaubspostsAnwesenheitssimulation, Nachbarn leeren Briefkasten
ErreichbarkeitGaragendach, Vordach, Leiter, Mülltonne als AufstiegAufstiegshilfen wegschließen
Erdgeschoss / 1. OGdirekt erreichbare Fenster und Balkoneobere Etagen ohne Aufstieg

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Das Zahlenbild

2025 registrierte die Polizei 82.920 Wohnungseinbrüche (+5,7 %); 44,9 % blieben im Versuch. Der durchschnittliche versicherte Schaden lag bei 3.850 € (GDV). Städte mit den höchsten Häufigkeitszahlen 2025 waren laut GDV u. a. Berlin (288 je 100.000 Einwohner), Dortmund (239) und Köln (231) – regionale Zahlen.

Risiko-Check in 10 Minuten

  1. Gehen Sie ums Haus: Welche Fenster und Türen erreichen Sie ohne Leiter? Alle sichern (RC2-Niveau).
  2. Prüfen Sie die Terrassentür: Pilzkopf? Abschließbarer Griff? Zusatzsicherung oben/unten?
  3. Haustür: Zylinder bündig? Schutzbeschlag? Querriegel?
  4. Keller: Gitterroste abhebbar? Kellertür wie Haustür gesichert?
  5. Sichtbarkeit: Hecken, Licht, Einsehbarkeit von der Straße.
  6. Abwesenheit: Wer leert den Briefkasten, wer schaltet Licht?
  7. Kostenlose Beratung: Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle kommt ins Haus.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet – ausführlich in den verlinkten Ratgebern.

Welche Häuser werden am häufigsten aufgebrochen?

Schlecht einsehbare, erkennbar unbewohnte Objekte mit Standardfenstern und guten Fluchtwegen – unabhängig vom Wohlstand.

Sind Einfamilienhäuser oder Wohnungen gefährdeter?

In der KFN-Analyse betrafen 67 % der Taten Mehrfamilienhäuser; dort ist die Wohnungstür der Haupteinstieg, im EFH die Terrassentür.

Welches Stockwerk ist am gefährdetsten?

Erdgeschoss und direkt erreichbare Balkone/Fenster im 1. OG.

Erhöht eine Alarmanlage am Haus die Abschreckung?

Sichtbare Technik schreckt ab; Täter wählen aber vor allem nach Sicherungsgrad und Einsehbarkeit. Mechanik zuerst.

Wo bekomme ich eine Risikoeinschätzung?

Kostenlos bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle – auch vor Ort.

Weitere Maßnahmen

[PLATZHALTER Autor/in]

[PLATZHALTER Qualifikation, z. B. Fachredaktion Sicherheitstechnik] · Zuletzt aktualisiert: 26.10.2026 · Quellen am Seitenende

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